Mode · Herbst & Winter
7 schöne Mäntel für Herbst & Winter: zeitlose Klassiker, Farbe und gute Materialien
Von Allice & Nell · Mode, die länger als eine Saison Freude machen darf
Werbung / Affiliate-Links: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalte ich eine Provision. Für dich verändert sich der Preis dadurch nicht. Die Auswahl der Mäntel habe ich unabhängig nach Stil, Material, Alltagstauglichkeit und den verfügbaren Produktinformationen zusammengestellt.
Ich liebe Mäntel. Wahrscheinlich auch deshalb, weil ein schöner Mantel aus einem ganz einfachen Outfit innerhalb weniger Sekunden einen richtig guten Look machen kann.
Bei mir dürfen Mäntel deshalb auch unterschiedliche Formen und Farben haben. Ich trage sie zu Jeans genauso gern wie zu einer schlichten Businesshose, zu flachen Schuhen ebenso wie zu Stiefeln oder Stiefeletten. Je nach Schnitt kann derselbe Mantel lässig, klassisch oder etwas eleganter wirken, ohne dass man dafür den halben Kleiderschrank neu erfinden muss.
Gerade bei Mänteln möchte ich allerdings nicht jedem kurzfristigen Trend hinterherlaufen. Ein Mantel kostet schnell 150, 200 oder auch deutlich mehr Euro. Dann möchte ich ihn nicht nur in diesem Herbst schön finden, sondern im besten Fall auch in zwei, drei oder fünf Jahren noch gerne aus dem Schrank holen.
Deshalb findest du hier bewusst keine reine Liste der Manteltrends 2026. Ich habe klassische Schnitte, unkomplizierte Farben, einen richtigen Wintermantel, einen Trenchcoat und Wollmodelle mit ein paar besonderen Stücken kombiniert. Ein bisschen Farbe darf natürlich trotzdem sein. Gerade gedeckte Töne wie Portwein oder ein schönes Grün können einen Winterlook interessanter machen, ohne dass der Mantel im nächsten Jahr plötzlich wie ein Relikt aus einer vergangenen Trendsaison wirkt.
Bei einem guten Mantel darf der Trend auch mal warten
Ice Blue kann als Pullover wunderschön aussehen. Auch ein Schal, ein Paar Sneaker oder eine Tasche sind eine schöne Möglichkeit, eine aktuelle Trendfarbe auszuprobieren. Bei einem Mantel für mehrere hundert Euro sehe ich das etwas anders. Schwarz, Dunkelblau, Camel, Cognac, Creme, Grau oder gedecktes Weinrot lassen sich über Jahre immer wieder neu kombinieren. Dazu kann heute ein hellblauer Pullover getragen werden, morgen Burgundy und nächstes Jahr vielleicht eine Farbe, über die wir heute noch gar nicht sprechen.
Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder Mantel beige sein muss. Wer Farbe liebt und weiß, dass sie zum eigenen Kleiderschrank passt, darf auch beim Mantel mutiger werden. Entscheidend ist für mich eher die Frage, ob ich ein Kleidungsstück kaufe, weil es wirklich zu mir passt, oder nur deshalb, weil eine bestimmte Farbe gerade für ein paar Monate überall auftaucht.
1. Für kalte Wintertage: der Cordmantel von Ragwear
Cord gehört für mich zu den Materialien, die sofort ein bisschen Herbst- und Wintergefühl mitbringen. Der Ellsie Cordy Wintermantel von Ragwear geht dabei deutlich mehr in die gemütliche und funktionale Richtung als ein klassischer Wollmantel. Gerade für Tage, an denen es nicht nur schön aussehen, sondern auch wirklich warm und praktisch sein soll, finde ich diese Art Mantel spannend.
Das Cord-Obermaterial besteht laut Produktangabe aus Baumwolle, innen kommt ein warmes Teddy-Kunstfellfutter dazu. Der Mantel ist außerdem als winddicht, atmungsaktiv und wasserdicht angegeben. Durch die Zugkordeln lässt sich die Taille anpassen, sodass der wärmere Winterlook trotzdem etwas Form bekommt.
Besonders Navy, Ecru und das gedeckte Olive sind Farben, die nicht nach einer einzigen Saison aussehen. Dazu funktionieren Jeans und Boots genauso gut wie eine schlichte dunkle Hose und ein warmer Strickpullover.
Mein Eindruck: Eine schöne Wahl, wenn du einen unkomplizierten Wintermantel suchst und dir ein klassischer Wollmantel für nasskalte Alltagstage nicht praktisch genug ist.
Cord-Wintermantel bei OTTO ansehen2. Ein Klassiker, der immer wiederkommt: der Dufflecoat von Gil Bret
Ein Dufflecoat muss nicht jede Saison neu erfunden werden. Genau das macht ihn interessant. Die charakteristische Form, die Kapuze und der eher unkomplizierte Look funktionieren seit Jahren und lassen sich sowohl sportlich als auch etwas klassischer kombinieren.
Der Dufflecoat von Gil Bret bringt Wolle mit und hat zusätzlich einen verdeckten Reißverschluss. Ich mag solche Mäntel besonders zu Jeans, Strick und flachen Boots, aber auch eine schlichte Stoffhose funktioniert dazu wunderbar.
Wer einen Mantel sucht, der nicht nach Business aussieht, aber trotzdem deutlich angezogener wirkt als eine normale Winterjacke, findet in einem Dufflecoat einen schönen Mittelweg.
3. Für die Übergangszeit: der lange Trenchcoat von Sheego
Wenn es einen Mantel gibt, bei dem ich mich mit dem Wort zeitlos ziemlich weit aus dem Fenster lehnen würde, dann ist es der Trenchcoat. Ein guter Trench funktioniert im Frühjahr genauso wie im Herbst und kann mit Jeans und Sneakern vollkommen anders aussehen als über einer Businesshose oder einem Kleid.
Der lange Trenchcoat von Sheego ist wasserabweisend und wird in den Größen 40 bis 58 angeboten. Das finde ich für diese Auswahl ebenfalls wichtig, denn schöne Mode sollte nicht nach Größe 42 einfach aufhören.
Beim Material besteht der Oberstoff aus Baumwolle und Polyester. Für die verwendete Baumwolle wird Cotton made in Africa unterstützt. CmiA arbeitet mit definierten sozialen und ökologischen Kriterien im Baumwollanbau. Ich würde daraus trotzdem nicht pauschal einen „nachhaltigen Mantel“ machen, denn ein solcher Standard sagt nicht automatisch alles über sämtliche Materialien und Produktionsschritte eines fertigen Kleidungsstücks aus.
Gerade Softtaupe ist für mich hier eine ausgesprochen vielseitige Farbe. Hellblau, Dunkelblau, Creme, Burgundy, Schwarz, Braun und Denim funktionieren dazu, sodass der Mantel nicht auf eine bestimmte Saisonpalette festgelegt ist.
4. Der klassische Wollmantel: Fuchs Schmitt mit Wolle und Kaschmir
Manchmal braucht es gar keinen besonderen Trend. Ein langer, gerader Wollmantel mit Revers ist eines dieser Kleidungsstücke, das morgens über Jeans und Pullover genauso funktioniert wie später über einem etwas schickeren Outfit.
Beim Wollmantel von Fuchs Schmitt gefällt mir vor allem die Materialzusammensetzung. Laut Produktangabe besteht er zu 75 Prozent aus Wolle, dazu kommen 25 % Polyacryl. Gerade wenn ich einen Mantel mehrere Winter tragen möchte, schaue ich lieber etwas genauer auf das Etikett, anstatt mich nur von einem schönen Produktfoto überzeugen zu lassen.
Anthrazit ist dabei vielleicht nicht die aufregendste Farbe der Saison, dafür eine ausgesprochen dankbare. Ein senfgelber Pullover funktioniert darunter genauso wie Creme, Hellblau, Weinrot oder ein kräftigeres Grün. Genau dafür dürfen Trendfarben meiner Meinung nach da sein. Wenn du lieber den Mantel selbst als Highlight für dein Outfit nutzt, schaue dir die anderen Farben des Mantels an.
Warum ich inzwischen genauer aufs Material schaue
Ein hoher Preis macht ein Kleidungsstück nicht automatisch nachhaltig und ein Naturmaterial allein erzählt noch nicht die ganze Geschichte über seine Herstellung. Trotzdem finde ich es sinnvoll, gerade bei einem Mantel genauer hinzusehen. Wie hoch ist der Wollanteil? Gibt es eine nachvollziehbare Zertifizierung? Werden konkrete Materialien genannt oder bleibt es bei schönen Begriffen wie „nachhaltig“ und „bewusst“? Ich möchte nicht jedes Kleidungsstück in nachhaltig oder nicht nachhaltig einsortieren. Ich möchte aber wissen, was ich für mein Geld bekomme und welche Angaben tatsächlich nachvollziehbar sind.
5. Farbe darf sein: der Amelie Coat von King Louie
Natürlich möchte ich im Winter nicht ausschließlich zwischen Schwarz, Grau und Beige wählen. Farbe kann gerade in der dunkleren Jahreszeit unglaublich schön aussehen, und King Louie ist eine Marke, bei der genau das wunderbar funktioniert.
Der Amelie Coat Long Kennedy von King Louie bringt mit seinem langen Schnitt und dem Revers eine klassische Grundform mit, wirkt durch Farbe und die typische Handschrift der Marke aber deutlich individueller.
King Louie finde ich auch deshalb interessant, weil die Marke vergleichsweise offen über ihre Materialstrategie und Lieferkette informiert. Das Unternehmen arbeitet unter anderem mit GOTS, OCS und GRS, mit Sozialaudits über amfori BSCI sowie mit Lieferketten-Tracking. Wichtig ist trotzdem die Unterscheidung: Eine zertifizierte Marke bedeutet nicht automatisch, dass jedes einzelne Kleidungsstück vollständig nach denselben Standards zertifiziert ist. Gerade bei Mänteln kommuniziert King Louie selbst, dass weiterhin auch konventionelle Materialien eingesetzt werden.
Für mich ist das trotzdem wesentlich hilfreicher als ein grünes Werbeversprechen ohne weitere Informationen. Und wer ohnehin gerne Farbe trägt, muss einen farbigen Mantel auch nicht als kurzlebigen Trendkauf betrachten. Dann kann genau dieser Mantel derjenige sein, den man viele Winter immer wieder gern trägt.
6. Portwein: eine Trendfarbe, die auch in ein paar Jahren noch funktioniert
Burgundy, Oxblood, Bordeaux und tiefe Beerentöne gehören zu den Farben, die im Herbst und Winter 2026 besonders präsent sind. Beim Kurzmantel von MADELEINE heißt der Farbton Portwein, und genau diese Variante zeigt für mich sehr schön, dass Trendfarbe und Langlebigkeit kein Widerspruch sein müssen.
Der gedeckte Rotton ist kräftig genug, um einem Outfit Farbe zu geben, aber klassisch genug, um nicht nach einer einzigen Saison auszusehen. Portwein lässt sich wunderbar mit Creme und Camel kombinieren, funktioniert aber genauso mit Grau, Dunkelblau, Schwarz und Denim.
Dazu kommt ein klassischer zweireihiger Schnitt mit Revers. Genau diese Kombination finde ich bei einem farbigen Mantel sinnvoll. Die Farbe darf etwas Besonderes sein, während die Form ruhig und länger tragbar bleibt.
7. Naturmaterial und Übergangszeit: der Wollwalkmantel von ENGEL
Der letzte Mantel in meiner Auswahl ist bewusst noch einmal ganz anders. Der Walkmantel von ENGEL Naturkleidung besteht laut Produktangabe aus 100 Prozent Bio-Merinoschurwolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung und trägt die IVN-BEST-Zertifizierung. Produziert wird er in Deutschland.
Gerade IVN BEST ist für mich hier interessant, weil wir endlich nicht nur über ein allgemein formuliertes Nachhaltigkeitsversprechen sprechen. Der Standard stellt konkrete Anforderungen an Naturfasern sowie an ökologische und soziale Kriterien entlang der textilen Herstellung.
Wollwalk hat außerdem Eigenschaften, die ihn für die Übergangszeit interessant machen. Das Material wärmt, bleibt atmungsaktiv und ist von Natur aus relativ unempfindlich gegenüber Wind und leichter Feuchtigkeit. Durch die Kapuze und die etwas lässigere Form wirkt dieser Mantel weniger formell als ein klassischer Reversmantel.
Auch hier gefällt mir, dass Farbe nicht gleichbedeutend mit kurzlebigem Trend sein muss. Gedämpfte Melangetöne wie Jade, Salbei oder andere Naturfarben können jahrelang funktionieren, wenn sie ohnehin zum eigenen Kleiderschrank passen.
Nachhaltigkeitscheck: Hier sind die Angaben besonders konkret: 100 % Bio-Merinoschurwolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung, IVN BEST und Made in Germany. Das macht den Mantel innerhalb dieser Auswahl zu einem der interessantesten Modelle, wenn nachvollziehbare Material- und Produktionsstandards bei der Kaufentscheidung besonders wichtig sind.
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Warum Mäntel für mich so unkompliziert zu kombinieren sind
Vielleicht mag ich Mäntel auch deshalb so gerne, weil sie einem Outfit so schnell eine Richtung geben. Zu einer Jeans, einem schlichten Pullover und flachen Schuhen wirkt ein klassischer Mantel sofort lässig und trotzdem angezogen. Mit einer Stoffhose und Loafern oder Stiefeletten wird derselbe Mantel bürotauglich, und über einem Kleid darf er wiederum deutlich eleganter aussehen.
Auch bei Schuhen muss man sich nicht auf einen einzigen Stil festlegen. Stiefel und Stiefeletten gehören im Winter natürlich zu den einfachsten Kombinationen, aber ein Trenchcoat oder ein etwas kürzerer Wollmantel funktioniert genauso mit klassischen flachen Schuhen. Ein lässiger Cord- oder Walkmantel verträgt wiederum robuste Boots sehr gut.
Genau deshalb finde ich es sinnvoller, beim Mantelkauf zuerst auf den eigenen Kleiderschrank zu schauen und erst danach auf die aktuelle Trendübersicht. Wenn ein Mantel mit einem großen Teil der Hosen, Pullover und Schuhe funktioniert, die bereits vorhanden sind, wird er wahrscheinlich wesentlich häufiger getragen.
Ein schöner Mantel darf länger bleiben
Ich finde es überhaupt nicht schlimm, sich in eine aktuelle Farbe oder einen neuen Schnitt zu verlieben. Mode soll schließlich auch Spaß machen. Bei einem Mantel möchte ich aber trotzdem das Gefühl haben, dass ich ihn nicht nur für einen einzigen Herbst kaufe.
Ein klassischer Schnitt, eine Farbe, die zum eigenen Kleiderschrank passt, und ein genauerer Blick auf das Material sind deshalb für mich oft wichtiger als die Frage, welcher Mantel gerade überall als Must-have bezeichnet wird. Wenn dann noch ein bisschen Farbe, ein besonderer Stoff oder ein Detail dazukommt, das wirklich zum eigenen Stil passt, umso besser.
Häufige Fragen rund um Mäntel für Herbst & Winter
Welche Mantelfarbe lässt sich am besten kombinieren?
Schwarz, Dunkelblau, Grau, Camel, Cognac, Creme und Off-White gehören zu den vielseitigsten Farben. Sie lassen sich mit vielen klassischen und saisonalen Farbtönen kombinieren. Auch ein gedecktes Bordeaux oder Portwein kann überraschend vielseitig sein.
Welcher Mantel eignet sich für die Übergangszeit?
Ein Trenchcoat eignet sich besonders gut für mildere Herbsttage. Auch Wollwalk kann für die Übergangszeit interessant sein, weil das Material wärmt und gleichzeitig atmungsaktiv ist. Wie warm ein Mantel tatsächlich ist, hängt allerdings immer von Materialstärke, Futter und persönlichem Kälteempfinden ab.
Ist ein hoher Wollanteil bei einem Mantel sinnvoll?
Wolle besitzt von Natur aus temperaturregulierende und wärmende Eigenschaften und kann deshalb für Herbst- und Wintermäntel sehr interessant sein. Ein hoher Wollanteil ist allerdings nicht automatisch ein Nachweis für nachhaltige oder faire Produktion. Dafür sollte man zusätzliche Zertifizierungen und Herstellerinformationen betrachten.
Welche Mantelfarbe ist im Herbst und Winter 2026 angesagt?
Tiefe Rot- und Beerentöne wie Burgundy, Oxblood, Bordeaux und Portwein gehören zu den interessanten Farben der Saison. Wer einen Mantel mehrere Jahre tragen möchte, muss deshalb aber nicht auf einen Trendton setzen. Solche Farben lassen sich auch wunderbar über Pullover, Schals, Taschen oder Schuhe in einen ansonsten zeitlosen Look holen.
Vielleicht ist genau das der schönste Mantel: nicht der, der in diesem Winter am lautesten nach Trend aussieht, sondern der, den du morgens immer wieder ganz selbstverständlich aus dem Schrank holst.


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