Beauty & Hautpflege
7 hochwertige Gesichtscremes, die einen genaueren Blick wert sind
Von empfindlicher und trockener Haut bis zur luxuriösen Anti-Aging-Pflege: Diese Cremes habe ich mir nicht nur wegen Marke oder Verpackung ausgesucht, sondern weil Formulierung, Pflegekonzept und Hautgefühl interessant sind.
Bei Gesichtscremes bin ich inzwischen ziemlich wählerisch geworden. Nicht, weil ich glaube, dass eine Creme automatisch gut sein muss, sobald sie 50 oder 80 Euro kostet. Ganz im Gegenteil. Ich habe mir auch bei teurer Kosmetik schon Inhaltsstofflisten angesehen und mich gefragt, wofür genau dieser Preis eigentlich aufgerufen wird.
Andersherum habe ich bei meiner eigenen Haut über die Jahre aber auch gemerkt, dass ich mit vielen sehr günstigen Standardcremes einfach nicht besonders weit komme. Andere vertragen sie wunderbar, meine Haut häufig nicht. Sie reagiert schnell empfindlich, wird trocken und braucht phasenweise deutlich mehr als eine leichte Creme, die in erster Linie nett riecht und sich schön verteilen lässt.
Deshalb geht es mir bei dieser Auswahl weder um „teuer ist besser“ noch um „alles aus der Drogerie ist schlecht“. Gute Hautpflege gibt es in unterschiedlichen Preisklassen. Aber Rohstoffe, Entwicklung, Formulierung und Herstellung kosten Geld, und gleichzeitig ist auch ein hoher Preis keine Garantie dafür, dass eine Creme zur eigenen Haut passt.
Ich schaue deshalb lieber darauf, was eine Creme eigentlich können soll, welche pflegenden Bestandteile enthalten sind und für welches Hautbedürfnis sie interessant ist.
Wichtig: Das hier ist mein persönlicher Beauty-Artikel und keine medizinische Hautberatung. Auch eine sehr gute Creme passt nicht automatisch zu jeder Haut. Wer beispielsweise auf Duftstoffe, bestimmte Alkohole, ätherische Öle oder einzelne Wirkstoffe reagiert, weiß oft selbst ziemlich genau, worauf er achten muss. Genau deshalb nenne ich solche Punkte bei den einzelnen Produkten auch.
Was bedeutet für mich eigentlich „hochwertige Gesichtscreme“?
Ich möchte in einer Creme nicht möglichst viele exotisch klingende Zutaten finden. Mehr Inhaltsstoffe bedeuten nicht automatisch mehr Qualität. Eine überschaubare, gut durchdachte Formulierung kann für empfindliche Haut sogar wesentlich interessanter sein als ein Tiegel mit zwanzig Pflanzenextrakten, Duftstoffen und dem halben Garten darin.
Gleichzeitig finde ich es spannend, wenn eine Creme mehr bietet als nur eine sehr einfache Fett-Wasser-Basis. Glycerin, Squalan, Sheabutter, hochwertige Pflanzenöle, Ceramid-ähnliche Lipide, Hyaluronsäure oder gezielt eingesetzte beruhigende Wirkstoffe können je nach Hautzustand sinnvoll sein.
Und auch Mineralöle, Silikone oder Konservierungsmittel sind nicht automatisch „schlechte Chemie“. Kosmetik besteht nun einmal aus Chemie. Entscheidend ist für mich die Gesamtformulierung und ob sie zum jeweiligen Hauttyp passt.
1. La Roche-Posay Toleriane Dermallergo: eine meiner persönlichen Favoritinnen
Mit der Toleriane Dermallergo Creme von La Roche-Posay fange ich ganz bewusst an, weil ich sie selbst schon benutzt habe und mit ihr wirklich gut zurechtgekommen bin. Gerade bei empfindlicher Haut merke ich meistens ziemlich schnell, ob etwas funktioniert oder ob ich nach wenigen Anwendungen schon wieder anfangen kann, meine Haut zu beruhigen.
Die Dermallergo ist vergleichsweise reduziert formuliert. Enthalten sind unter anderem Squalan, Sheabutter und Glycerin. Dazu kommen Sphingobioma, ein Ferment-Extrakt, und Neurosensine. Die Linie ist speziell für empfindliche und reaktive Haut entwickelt worden. In der aktuellen INCI-Liste finden sich weder klassisches Parfum noch Alcohol denat.
Genau das gefällt mir an dieser Creme. Sie versucht nicht, über Duft oder ein besonders luxuriöses Hautgefühl Eindruck zu machen, sondern konzentriert sich ziemlich klar auf Pflege und Beruhigung. Für mich ist das eine Creme, zu der ich greifen würde, wenn die Haut gerade keine Experimente gebrauchen kann.
Für wen finde ich sie besonders interessant? Für empfindliche, reaktive oder schnell gereizte Gesichtshaut und für alle, die Duftstoffe eher vermeiden möchten.
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2. Avène XeraCalm A.D: wenn die Haut mehr braucht als normale Feuchtigkeitspflege
Avène ist für mich noch einmal eine etwas andere Kategorie. Die XeraCalm A.D Rückfettende Creme ist keine klassische hübsche Beauty-Creme, die man hauptsächlich wegen des Spa-Gefühls kauft. Sie ist für sehr trockene und zu atopischem Ekzem neigende Haut entwickelt worden und kann sowohl im Gesicht als auch am Körper verwendet werden.
Die Rezeptur ist angenehm übersichtlich. Neben Avène-Thermalwasser enthält sie unter anderem Glycerin, Distelöl, Caprylic/Capric Triglyceride, Sonnenblumenöl und Tocopherol. Die aktuelle Rezeptur enthält kein Parfum.
Und hier darf Hautpflege für mich auch einfach funktional sein. Wenn Haut sehr trocken ist, spannt oder zeitweise deutlich empfindlicher reagiert als sonst, brauche ich nicht zwingend einen hübschen Tiegel mit Rosenduft. Dann möchte ich vor allem etwas, das meine Haut nicht noch zusätzlich beschäftigt.
Für wen finde ich sie besonders interessant? Für sehr trockene, empfindliche oder zu atopischem Ekzem neigende Haut und für Phasen, in denen eine normale Feuchtigkeitscreme einfach nicht reicht.
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3. THALGO Cica Marin: beruhigende Pflege mit Meereskosmetik-Ansatz
THALGO finde ich als Marke besonders spannend, weil hier das ganze Thema Meereskosmetik deutlich stärker im Mittelpunkt steht. Die Cica Marin Beruhigende Creme ist für Haut gedacht, die schnell aus dem Gleichgewicht gerät, zu Rötungen oder Spannungsgefühlen neigt und gleichzeitig Feuchtigkeit braucht.
THALGO setzt in dieser Linie unter anderem auf marine Präbiotika aus der Rotalge Halymenia durvillei. Dazu kommen feuchtigkeitsspendende und beruhigende Bestandteile, die die Haut dabei unterstützen sollen, wieder etwas ausgeglichener zu wirken.
Einen Unterschied zu La Roche-Posay und Avène sollte man allerdings kennen: Die Cica-Marin-Linie ist nicht konsequent duftstofffrei formuliert. Wer weiß, dass die eigene Haut auf Parfum reagiert, sollte deshalb genauer hinschauen. Wer Duftstoffe dagegen gut verträgt, bekommt hier eine interessante Pflege, die empfindliche Haut mit einem etwas luxuriöseren Pflegegefühl verbindet.
Für wen finde ich sie interessant? Für empfindliche, gestresste und feuchtigkeitsarme Haut, sofern Duftstoffe gut vertragen werden.
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4. THALGO Nutri-Comfort: meine Wahl für trockene Haut im Herbst und Winter
Die zweite THALGO-Creme in meiner Auswahl hat einen ganz anderen Schwerpunkt. Die Sanfte Nutri-Comfort-Creme ist reichhaltiger und für trockene, lipidarme und pflegebedürftige Haut gedacht. Genau deshalb finde ich sie besonders interessant für Herbst und Winter.
In der Rezeptur stecken unter anderem Abyssinian Oil, Leinöl, Meadowfoam-Öl, Sheabutter, Jojobaester und Squalan. Dazu kommen verschiedene Wachse, Aloe Vera und marine Bestandteile. Das ist eine Formulierung, bei der man schon an der Zusammensetzung sieht, dass es nicht nur um ein bisschen Feuchtigkeit geht, sondern auch um Lipide und Rückfettung.
Gerade im Winter finde ich diesen Unterschied wichtig. Heizungsluft, Kälte und Wind können Haut deutlich trockener machen, obwohl im Sommer vielleicht eine leichtere Creme vollkommen ausreicht.
Auch diese THALGO-Creme enthält Parfum. Das muss nicht für jeden ein Problem sein, gehört aber für mich zu den Dingen, die man wissen sollte, bevor man eine relativ hochpreisige Creme bestellt.
Für wen finde ich sie besonders interessant? Für trockene, pflegebedürftige Haut und als reichhaltigere Herbst- und Winterpflege.
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5. Vichy Nutrilogie 2: reichhaltige Pflege ohne Luxuspreis
Dass gute Pflege nicht automatisch 80 oder 100 Euro kosten muss, zeigt für mich Vichy Nutrilogie 2. Die Creme liegt preislich deutlich unter den Premiumprodukten weiter unten und ist trotzdem eine interessante Option für sehr trockene Haut.
Sehr weit vorne in der Rezeptur stehen Glycerin, Aprikosenkernöl und Sheabutter. Dazu kommen unter anderem Macadamiaöl, Sojaöl, Jojobaöl, Passionsfruchtöl, Cholesterol und Tocopherol. Die Zusammensetzung ist damit deutlich auf eine reichhaltigere Lipidpflege ausgerichtet.
Die Formulierung ist allerdings nicht so reduziert wie die von Avène oder La Roche-Posay. Sie enthält beispielsweise Dimethicone, Petrolatum, BHT, Phenoxyethanol und Parfum. Ich würde diese Bestandteile nicht pauschal verteufeln. Gerade Petrolatum und Silikone können trockene Haut sehr effektiv vor Feuchtigkeitsverlust schützen. Wer bestimmte Inhaltsstoffe oder Duftstoffe nicht verträgt, sollte das trotzdem berücksichtigen.
Für wen finde ich sie interessant? Für sehr trockene Haut und für alle, die eine reichhaltige Creme suchen, ohne direkt im Luxuspreissegment einzusteigen.
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6. Caudalie Premier Cru: wenn Hautpflege auch Luxus sein darf
Und dann gibt es natürlich noch die andere Seite der Skincare-Welt. Manchmal möchte man eben nicht nur eine Creme, die ihren Job macht, sondern ein Produkt, bei dem auch Formulierung, Textur und das ganze Pflegeerlebnis etwas Besonderes sein dürfen.
Caudalie Premier Cru ist ganz klar in der Premiumklasse angekommen. Interessant wird sie für mich aber dadurch, dass hinter dem Preis tatsächlich eine deutlich aufwendigere Wirkstoffkombination steckt.
Die Basis enthält unter anderem Glycerin, Sesamöl, Traubenkernöl und Sheabutter-Extrakt. Dazu kommen hydrolysierte Hyaluronsäure, Vitamin E und Adenosin sowie die für Caudalie typischen Weinreben- und Traubenwirkstoffe.
Das ist für mich ein gutes Beispiel dafür, was ich mit einer hochwertigen Creme meine. Nicht einfach teuer, weil ein schwerer Glastiegel hübsch aussieht, sondern eine Formulierung, bei der es zumindest nachvollziehbare Gründe gibt, warum sie deutlich oberhalb einer einfachen Basispflege liegt.
Gleichzeitig gilt auch hier: Sie ist nicht automatisch die beste Wahl für extrem reaktive Haut. In der veröffentlichten INCI-Liste stehen auch Parfum und deklarationspflichtige Duftstoffe. Wer damit problemlos zurechtkommt und eine luxuriösere Anti-Aging-Pflege sucht, bekommt hier aber eine ganz andere Art von Creme als bei Avène oder La Roche-Posay.
Für wen finde ich sie interessant? Für normale bis anspruchsvollere Haut, wenn Anti-Aging, Pflegekomfort und ein hochwertigeres Beauty-Erlebnis im Vordergrund stehen.
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7. L’Occitane Immortelle Divine: luxuriöse Pflanzenpflege mit einer spannenden Öl-Kombination
Bei L’Occitane Immortelle Divine bin ich genau bei der Art von Creme, die ich selbst irgendwann gerne noch ausführlicher ausprobieren möchte. Sie gehört preislich ebenfalls ganz klar ins Luxussegment, aber auch hier finde ich die Formulierung interessanter als bei so mancher teuren Creme, bei der hauptsächlich der Markenname beeindruckt.
In der Immortelle Divine stecken unter anderem Glycerin, Nachtkerzenöl, Camelinaöl, Borretschöl, Sonnenblumenöl, Hyaluronsäure, Adenosin und ein Vitamin-C-Derivat. Dazu kommen verschiedene Extrakte und Öl aus der Immortelle, also der italienischen Strohblume.
Was ich auch hier nicht verschweigen würde: Die Creme ist parfümiert und enthält mehrere deklarationspflichtige Duftstoffe. Wer damit Probleme hat, findet in unserer Auswahl geeignetere Kandidaten. Wer Duft in Gesichtspflege gut verträgt und gerade dieses luxuriöse, pflanzlich geprägte Pflegegefühl mag, könnte sie dagegen sehr interessant finden.
Und genau das meine ich mit unterschiedlichen Hautbedürfnissen. Nicht jede Creme in dieser Liste muss für jede Haut funktionieren. Das wäre auch völlig unrealistisch.
Für wen finde ich sie interessant? Für normale bis anspruchsvollere Haut, wenn hochwertige Pflanzenöle, Anti-Aging-Pflege und ein luxuriöseres Pflegegefühl gewünscht sind.
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Welche der sieben würde ich für welche Haut wählen?
| Creme | Mein Schwerpunkt |
|---|---|
| La Roche-Posay Dermallergo | Empfindliche, reaktive Gesichtshaut |
| Avène XeraCalm A.D | Sehr trockene, zu atopischem Ekzem neigende Haut |
| THALGO Cica Marin | Empfindliche und gestresste Haut, wenn Duft vertragen wird |
| THALGO Nutri-Comfort | Trockene Haut, reichhaltige Herbst- und Winterpflege |
| Vichy Nutrilogie 2 | Sehr trockene Haut, moderaterer Preis |
| Caudalie Premier Cru | Premium-Anti-Aging und anspruchsvollere Haut |
| L’Occitane Immortelle Divine | Luxuriöse Pflanzenpflege und Anti-Aging |
Mein Fazit: Nicht möglichst teuer, sondern passend zur eigenen Haut
Je mehr ich mich mit Hautpflege beschäftige, desto weniger glaube ich an die eine Creme, die angeblich für alle perfekt ist. Dafür sind Haut, Lebensphase, Jahreszeit und persönliche Verträglichkeit einfach zu unterschiedlich.
Was ich aber inzwischen ziemlich sicher weiß: Meine Haut merkt den Unterschied zwischen irgendeiner Creme und einer Pflege, die wirklich zu ihr passt. Deshalb bin ich bereit, für gute Hautpflege auch mehr auszugeben, wenn ich nachvollziehen kann, wofür ich bezahle.
Das kann eine relativ schnörkellose La Roche-Posay sein, die meine Haut einfach in Ruhe lässt. Es kann Avène sein, wenn die Haut gerade sehr trocken und empfindlich ist. Es kann aber genauso eine Caudalie oder L’Occitane sein, wenn ich eine luxuriösere Pflege möchte und weiß, dass ich die enthaltenen Duftstoffe vertrage.
Genau deshalb lohnt es sich meiner Meinung nach, nicht nur auf Marke, Preis oder ein einzelnes Trend-Wirkwort auf der Verpackung zu schauen. Ein Blick auf die Formulierung und die Frage „Was braucht meine Haut eigentlich gerade?“ bringen meistens wesentlich mehr.
Noch ein kleiner Hinweis
Haut kann sich verändern. Eine Creme, die im Sommer perfekt ist, kann im Winter zu leicht sein. Und eine reichhaltige Wintercreme kann bei Wärme plötzlich zu viel werden. Bei sehr gereizter, entzündeter oder dauerhaft problematischer Haut gehört die Ursachenklärung natürlich in dermatologische Hände.
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