Fashion · Herbst 2026
Herbst Outfit 2026: Plum Noir, Minirock & Boots – so tragen wir den Look jetzt
Ein Herbstlook mit ein bisschen 2000er-Gefühl, viel Strick und Teilen, die sich auch dann noch tragen lassen, wenn der nächste Trend längst vor der Tür steht. Hinweis zur Darstellung: Die Bilder visualisieren den beschriebenen Look und dienen als Styling-Inspiration. Die abgebildeten Details können von den konkret verlinkten Produkten abweichen. Maßgeblich sind die jeweiligen Produktempfehlungen und Produktseiten.
Für mich gehören Röcke, Strumpfhosen, hohe Stiefel und ein schöner Mantel zu den wenigen wirklich guten Argumenten für die kalte Jahreszeit. Sobald morgens wieder dieses erste richtige Herbstgefühl in der Luft liegt, bekomme ich automatisch Lust auf genau diese Sachen. Und als ich in den letzten Tagen immer wieder Looks mit einem weiten dunklen Pullover, kurzem Rock und hohen braunen Boots gesehen habe, war ziemlich schnell klar: Genau so würde ich mich selbst anziehen.
Ganz neu ist die Silhouette natürlich nicht. Wer die frühen 2000er modisch miterlebt hat, dürfte bei Minirock, Strumpfhose und kniehohen Stiefeln durchaus ein kleines Déjà-vu bekommen. Gerade das gefällt mir daran. Es fühlt sich vertraut an und bekommt durch die aktuellen Farben, Materialien und etwas ruhigere Kombinationen trotzdem einen neuen Charakter.
Besonders schön finde ich den Look in einem tiefen Pflaumen- oder Burgunderton. Plum Noir gehört zur Pinterest Palette 2026 und verbindet dunkles Violett mit Burgunder- und warmen Braunnuancen. Genau diese Wärme macht die Farbe für Herbstoutfits so interessant. Sie ist präsent, lässt sich aber erstaunlich unkompliziert mit Denim, Dunkelbraun, Anthrazit und Schwarz kombinieren.
Plum Noir: eine der Trendfarben 2026
Pinterest zählt Plum Noir offiziell zu seiner Farbpalette für 2026. Der dunkle Pflaumenton enthält sowohl Burgunder- als auch warme Braunnuancen. Für den Herbst lässt er sich deshalb besonders schön mit Denim, Espresso, Cognac, Anthrazit und gedeckten Naturtönen kombinieren.
Warum dieser Herbstlook so gut funktioniert
Das Schöne an diesem Outfit ist für mich die Mischung aus lässig und angezogen. Der weite Pullover nimmt dem kurzen Rock etwas Strenges und macht den Look unkompliziert. Die kniehohen Stiefel ziehen die Silhouette optisch zusammen, während die gemusterte Strumpfhose genau genug Charakter hineinbringt, damit das Ganze nicht langweilig wird.
Gerade die Farben machen dabei viel aus. Black Cherry und Burgundy liegen nah genug beieinander, um zusammen ruhig zu wirken, ohne dass Pullover und Strumpfhose exakt denselben Ton haben müssen. Dunkler Denim gibt der Kombination etwas Alltägliches und das warme Braun der Stiefel und der Tasche verhindert, dass der Look insgesamt zu dunkel wird.
Ich würde hier auch gar nicht versuchen, noch besonders viele weitere Trends unterzubringen. Der Look lebt davon, dass einige wenige Teile miteinander funktionieren. Ein feines Schmuckstück reicht als Abschluss vollkommen aus.
1. Oversize-Strick in Black Cherry
Der Pullover ist bei diesem Outfit das Teil, das den Ton angibt. Ich mag hier einen weiten Schnitt mit überschnittenen Schultern besonders gern, weil er schön über den Bund eines kurzen Rocks fällt. Gleichzeitig sollte der Pullover nicht so lang sein, dass vom Rock am Ende kaum noch etwas zu sehen ist.
Unser Modell von Marc O’Polo trifft diese Silhouette ziemlich genau. Der Pullover ist verkürzt und im Oversize Fit geschnitten, hat überschnittene Schultern und besteht aus 98 Prozent Schurwolle und 2 Prozent Polyamid. Für die verwendete Wolle weist OTTO den Responsible Wool Standard aus. Statt eines beliebigen Polyester-Stricks haben wir damit ein Teil gefunden, bei dem Material und Schnitt zu dem passen, was ich für diesen Look gesucht habe.
Alice & Nell Auswahl
Marc O’Polo Merino-Strickpullover in Black Cherry
Lockerer, verkürzter Oversize Fit mit überschnittenen Schultern. Der Pullover besteht aus 98 % Schurwolle und 2 % Polyamid; für die verwendete Wolle wird der Responsible Wool Standard ausgewiesen.
Pullover bei OTTO ansehen2. Der dunkle Denim-Mini bringt die 2000er zurück
Beim Rock hatte ich zunächst Schwarz oder ein Karomuster im Kopf. Am Ende gefällt mir dunkler Denim zu diesem Outfit aber sogar noch besser. Der kurze Tellerrock bringt genau dieses kleine 2000er-Gefühl hinein, ohne dass der Look nach einer Verkleidung aus einer bestimmten Dekade aussieht.
Unser Marc O´Polo Jeansrock hat einen hohen Bund und wirft zarte Falten als Tellerrock. Besonders interessant finde ich auch hier die Materialmischung: 78% Baumwolle und 22% Lyocell bilden den Hauptanteil. Besonders spannend finde ich hier das Material: Der leichte, weiche Denim besteht aus einer Mischung aus Bio Baumwolle und Orange Fiber. Für Orange Fiber wird eine TENCEL™ Lyocellfaser verwendet, bei deren Herstellung neben Holzzellstoff auch Nebenprodukte aus der Zitrussaftproduktion in Sizilien genutzt werden. Materialien, die sonst als Abfall anfallen würden, bekommen so eine weitere Verwendung. Auch bei der Baumwolle wurde auf die Herkunft geachtet: Sie stammt aus ökologischem Anbau, bei dem auf synthetische Pestizide und Düngemittel verzichtet wird. Für mich macht genau so etwas ein Kleidungsstück interessanter als einen ganz gewöhnlichen Jeansrock. Mir gefällt, dass wir nicht bei einem reinen Synthetikteil gelandet sind und der dunkle Denim weit über diesen einen Herbstlook hinaus tragbar ist.
Dazu kombiniert
Marc O´Polo Denim Tellerrock
Ein Mini, fein geschnittener Denimrock mit A-Linie. Der dunkle Blauton funktioniert mit Black Cherry und Braun besonders schön und lässt sich später genauso gut mit Rollkragenpullover, Bluse oder Blazer kombinieren.
Minirock bei OTTO ansehen3. Die Argyle-Strumpfhose macht den Look
Ursprünglich hatte ich für dieses Outfit einfach eine matte braune oder burgunderfarbene Strumpfhose im Kopf. Dann kam die Argyle-Strumpfhose dazu und plötzlich war der Look komplett. Das klassische Rautenmuster greift den Retro-Charakter auf und gibt dem schlichten Denimrock genau das Detail, das ihm noch gefehlt hat.
Die Burlington Argyle Affair besteht überwiegend aus gekämmter Baumwolle und fühlt sich dadurch auch optisch wesentlich herbstlicher an als eine sehr dünne Feinstrumpfhose. Besonders schön finde ich hier die Farbe Burgundy. Sie nimmt den Ton des Pullovers noch einmal auf, ohne dass das Outfit wie ein exakt abgestimmtes Set aussieht.
Das Detail
Burlington Argyle Affair in Burgundy
Eine weiche Baumwoll-Strickstrumpfhose mit klassischem Argyle-Muster. Burgundy verbindet den dunklen Denim des Rocks mit dem warmen Pflaumenton des Pullovers und macht aus der einfachen Kombination einen richtigen Look.
Strumpfhose bei OTTO ansehen4. Braune Langschaftstiefel statt Schwarz
Bei den Schuhen war Braun für mich von Anfang an gesetzt. Schwarz würde natürlich funktionieren, aber gerade zu Black Cherry und Burgundy gefällt mir ein warmer Braunton deutlich besser. Er nimmt dem Outfit etwas Härte und lässt auch den dunklen Denim wärmer wirken.
Der Remonte-Stiefel, den wir für diesen Look ausgesucht haben, ist bewusst unkompliziert gehalten. Glattes braunes Leder, hoher Schaft, eine markante flache Sohle und ein Schnitt, der weder besonders elegant noch übertrieben trendabhängig wirkt. Genau deshalb lässt er sich auch außerhalb dieses Outfits mit Jeans, Strickkleidern oder längeren Röcken weitertragen.
Für Herbst und Winter
Remonte Langschaftstiefel in Braun
Ein hoher brauner Lederstiefel mit wintertauglicher Sohle und unkomplizierter Form. Zu Minirock und Strumpfhose wirkt er lässig, funktioniert aber genauso gut zu Jeans oder Kleid.
Stiefel bei OTTO ansehen5. Eine weiche Velourstasche in Dunkelbraun
Bei der Tasche würde ich die Farbe der Stiefel wieder aufnehmen, aber nicht versuchen, beide Brauntöne millimetergenau aufeinander abzustimmen. Unterschiedliche Braunnuancen machen so einen Herbstlook oft sogar interessanter. Wichtig war mir vielmehr eine Tasche, die weich fällt und nicht plötzlich eine sehr strenge Business-Note hineinbringt.
Der große Velours-Shopper von Hausfelder Manufaktur passt deshalb sehr schön dazu. Dunkelbraunes Veloursleder bringt eine weitere Oberfläche ins Outfit und funktioniert gleichzeitig als richtige Alltagstasche. Das Hauptfach lässt sich mit einem Reißverschluss schließen und bietet genug Platz, damit die Tasche nicht nur für das Foto gut aussieht.
Für jeden Tag
Hausfelder Manufaktur Velours-Shopper
Ein großer dunkelbrauner Shopper aus weichem Veloursleder mit Reißverschluss. Der warme Braunton verbindet sich schön mit den Stiefeln und lässt sich gleichzeitig zu vielen anderen Herbst- und Winteroutfits tragen.
Velours-Shopper bei OTTO ansehen6. Zum Schluss nur ein bisschen Gold
Mehr Schmuck braucht dieses Outfit für mich eigentlich nicht. Pullover, Argyle-Muster und die verschiedenen Materialien bringen bereits genug mit. Eine feine Goldkette setzt dagegen nur einen kleinen warmen Akzent und verschwindet auch über einem etwas gröberen Strick nicht vollständig.
Besonders schön finde ich dafür die Galactic Pendant Necklace von Hey Happiness. Der kleine Planetenanhänger wirkt verspielt, ohne kitschig zu werden, und besteht aus 9 Karat Massivgold. Gerade bei Schmuck mag ich den Gedanken, lieber ein Stück auszuwählen, das nicht nur für einen bestimmten Trend gekauft wird und auch in einigen Jahren noch getragen werden kann.
Der letzte Akzent
Hey Happiness Galactic Pendant Necklace
Eine feine Halskette mit kleinem Planetenanhänger aus 9 Karat Massivgold. Das warme Gold passt besonders schön zu Plum, Burgundy und Braun und hält sich neben dem Argyle-Muster angenehm zurück.
Goldkette bei Hey Happiness ansehen
Einen Trend tragen, ohne den Kleiderschrank neu zu kaufen
Auch wenn solche Outfitbilder natürlich sofort Lust aufs Nachstylen machen, würde ich bei diesem Look zuerst schauen, was schon da ist. Vielleicht steht längst ein dunkler Jeansrock im Schrank, vielleicht gibt es bereits einen guten braunen Stiefel oder eine Tasche, die genauso funktioniert. Dann fehlt am Ende möglicherweise nur der Pullover in einer neuen Farbe.
Genau das ist für mich die angenehmere Art, Trends mitzumachen. Mode darf Spaß machen und selbstverständlich darf auch etwas Neues einziehen. Ich möchte nur nicht das Gefühl haben, dass mit jeder neuen Saison der komplette Kleiderschrank wieder von vorne anfangen muss. Besonders interessant finde ich Trends deshalb dann, wenn sie sich mit Dingen verbinden lassen, die ohnehin schon da sind.
Auch bei dem Begriff nachhaltige Mode möchte ich nicht jedes Kleidungsstück schöner reden, als es ist. Bei unserem Pullover können wir beispielsweise konkret über den ausgewiesenen Responsible Wool Standard sprechen. Bei anderen Teilen gibt es solche Angaben nicht. Dann nenne ich lieber Material, Verarbeitung und Kombinierbarkeit, anstatt einem Produkt ein grünes Etikett zu verpassen, das sich am Ende nicht vernünftig belegen lässt.
Slow Fashion bedeutet für mich deshalb auch nicht, dass jeder Einkauf perfekt sein muss. Weniger spontan kaufen, Materialien genauer anschauen, gute Teile länger tragen und einen neuen Trend möglichst mit dem kombinieren, was bereits im Schrank hängt, ist für mich ein wesentlich realistischerer Ansatz.
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Unser Plum-Noir-Herbstlook 2026
Oversize-Strick in Black Cherry, dunkler Denim, Burgundy Argyle und warmes Braun: Hier findest du alle Teile, die wir für diesen Look ausgewählt haben.
Mein Herbst-Favorit für 2026
Ich mag an diesem Look, dass er modisch genug ist, um sich gerade jetzt aktuell anzufühlen, und gleichzeitig fast nur aus Dingen besteht, die ich ohnehin gerne trage. Ein weicher Pullover in tiefem Black Cherry, ein kurzer dunkler Jeansrock, eine gemusterte Strumpfhose und hohe braune Stiefel brauchen eigentlich gar nicht viel mehr.
Die große Velourstasche macht ihn alltagstauglich und die kleine Goldkette reicht mir als Schmuck vollkommen aus. Und sobald es draußen wirklich kalt wird, würde ich einfach noch einen langen Mantel darüberziehen.
Spätestens dann ist für mich ziemlich genau die Jahreszeit erreicht, in der selbst ich dem Herbst modisch einiges abgewinnen kann.

